GESTERN HEUTE MORGEN

THEATER STÜCK | 2002

gestern heute morgen
eine szenische Collage zur „Zeit“

„Die Gegenwart ist niemals unser Ziel: die Vergangenheit und die Gegenwart sind unsere Mittel; die Zukunft ist ausschließlich unser Ziel: so leben wir niemals, sondern hoffen zu leben; und indem wir uns immer darauf einstellen, glücklich zu sein, ist es unvermeidlich, daß wir es niemals werden.“  
Blaise Pascal


4 Figuren, die einen Aspekt der Zeit verkörpern. Da ist der Manager, der immer unter Zeitdruck steht, abgehetzt versucht er dem gesellschaftlichen Bild seiner Berufsgruppe zu entsprechen, beim Boxen lässt er seinen Aggressionen freien Lauf und am Abend muss er noch die ausgeliehenen DVDs zurückbringen: Dicke Frauen ab 50. Da ist das Paar: Er, den seine Erinnerung verlässt und der sich seinen Einkaufszettel vorbeten muss und sie, die ein Ereignis der Vergangenheit nicht vergessen kann: traumatisiert. Und zuletzt die Studentin, die nicht weiß, wohin sie gehört, verunsichert vergangenen Zeiten nacheifernd.

Kurzbeschreibung des Themas (aus der Konzepteinreichung 2002):
Es soll versucht werden eine Art Netz um den Begriff „Zeit“ zu spannen. Dabei sollen sowohl Wortfelder, wie beispielsweise „Zeitzeuge“, „Zeitgeschehen“ oder „Zeitgenosse“, wie auch verschiedene Wünsche des Menschen, das Phänomen „Zeit“ zu erklären oder zu erfassen, mit einbezogen werden. Neben einem philosophischen Ansatz, soll der gesellschaftliche Sprachgebrauch des Wortes „Zeit“ ins Blickfeld genommen werden. Sätze wie „Man muss mit der Zeit gehen“, oder „Jemand ist seiner Zeit voraus“ spiegeln gesellschaftliche Entwicklungen und Konventionen wider und zeichnen das Bild bestimmter Menschentypen nach. Die letzte Ebene wird sich dem Zeitgefühl der Menschen widmen: Zeit, die einmal schnell und einmal langsam vergeht und der große Wunsch, die Zeit anhalten, zurückdrehen zu wollen oder gar in die Zukunft blicken zu können.

Die CREDITS finden Sie unterhalb.

CREDITS
D 2002 | 30min. | Uraufführung | 1.-3.6.2002

Mit REBECCA MADITA HUNDT, JÜRGEN CLEMENS,
THOMAS GABOR, KATJA STOCKHAUSEN

Text, Inszenierung, Technik:
JENNY GAND

Regie-Übung der STUDIOBÜHNE KÖLN

Alle Rechte vorbehalten I Jenny Gand © 2002